Thomas Hintz (Fotos: Nangten Menlang International)

Das Konzept der „Integralen Lebenspraxis“ illustriert, dass persönliches und spirituelles Wachstum sich vor allem im Rahmen einer multidisziplinären Praxis besonders gut entfaltet. Wer nicht nur den Geist „trainiert“, beispielsweise durch Meditation, sondern auch den Körper, macht oftmals in beiden Bereichen viel effektivere Fortschritte. Die tibetische Bewegungslehre Lu Jong ist ein gutes Beispiel für eine Body-Modul-Praxis, die auch das Sitzen in Stille bereichern kann.

Die Wirbelsäule als Tor zu Wohlbefinden

Die Ursprünge von Lu Jong [deutsch: Körper-Schulung] lassen sich 8.000 Jahre zurückverfolgen. Mönche in Tibet meditierten an abgelegenen Orten und brauchten eine Möglichkeit, ihren Körper beweglich und gesund zu erhalten, um die langen Meditationsphasen körperlich durchzustehen. Bis vor wenigen Jahren wurde Lu Jong nur mündlich vom Lehrer an die Schüler weiter gegeben – aber der buddhistische Meister Tulku Lobsang machte Teile der Übungen des tibetischen Yogas für uns im Westen verfügbar. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass diese Form des Yogas keinen Bezug zu denjenigen Übungen hat, die als die „fünf Tibeter“ bekannt sind.

 

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