Integrale Mathematik
aus: Exzerpt C, Anhang B Im Anhang B des Exzerpt C stellt Ken Wilber eine Mathematik vor, welche „nicht auf Variablen, sondern auf Perspektiven bewusster Wesen, deren gegenseitige Reflektionen miteinander in Resonanz treten können“ basiert. Lassen Sie mich diesen Überblick mit der Wiederholung der Passage im Haupttext [des Exzerpt C] beginnen, in welcher ich die […]
Emotion / Gefühl / Affekt
(aus: Integrale Psychologie, Arbor Verlag 2001, S. 140) Es gibt zwei ziemlich verschiedene Bedeutungen des Wortes „Emotion“ in der Philosophia Perennis, und ich benutze beide. Einmal bezieht sich „Emotion“ auf eine spezifische Ebene des Bewußtseins: das Pranamayakosha oder die Ebene-Hülle der emotional-sexuellen Energie… Zweitens bezieht es sich auf den energetischen Gefühlston aller Grundstrukturen durch das […]
Autonomie
aus: Boomeritis, Shambhala 2002, S. 144 Genau deshalb, weil das Selbst auf der integralen [Bewusstseins]welle jetzt bewusst globale und universelle Angelegenheiten erfasst, hat dieses Selbst auf dieser Stufe ein ausgedehntes moralisches Empfinden, welches alle Wesen mit einschließt, unabhängig von Rasse, Geschlecht, Hautfarbe oder Herkunft. Das Selbst ist nicht mehr länger ‚frei‘, zu tun was es […]
Der Apollo Komplex
Ken Wilber (aus: Collected Works Vol. 2, Shambhala 1999, S. 41) (Ein Hinweis: In diesem frühen Text macht Wilber noch nicht die Differenzierung in Zustände und Stufen, wie in späteren Werken). Das Wesen dieser höheren Komplexe, wie dem Apollo Komplex [die Schwierigkeit der Ent-Identifikation mentaler Ereignisse] und dem Vishnu Komplex [die Schwierigkeit der Ent-Identifikation visionärer […]
Zone Nr. 2
(aus: Exzerpt D) Die Perspektive der dritten Person des in-der-Welt-Seins hält immer ein großes Geschenk bereit: Sie weist den Narzissmus, das Ego und die Neigung, die eigenen Ansichten der ersten Person zum Mittelpunkt der Welt zu machen, in die Schranken. Wenn ich sage: „Was meinst du?“, dann vergleiche ich meine eigene Wahrnehmung mit deiner Wahrnehmung, […]
Satori
aus: Excerpt D, S. 161 Gibt es irgendeine Wahrnehmung, welche keine Perspektive ist? Meiner Meinung nach ja, und das hat etwasmit Satori zu tun, dem nichtdualen Gewahrsein (oder der reinen Leere – Bewusstsein ohne ein Objekt, welches ein Bewusstsein ohne eine Perspektive ist)… Die Schlussfolgerung aus dieser integralen Neuformulierung der Weisheitstraditionen lautet, dass Samsara (die […]
Morphogenetische Felder
aus: what is enlightenment, deutsche Ausgabe Nr. 13 Morphogenetische Felder sind etwas, was ich Entwicklungsrillen [developmental grooves] nenne. Das sind Muster, welche die Entwicklung der physikalischen, biologischen und psychologischen Strukturen beeinflussen. Wenn beispielsweise irgendwo auf der Welt eine schwierige Aufgabe erstmals bewältigt wurde – von der Kristallisation komplexer Moleküle über Ratten, die lernen, sich in […]
Intersubjektivität/Hermeneutik
aus: Excerpts from Volume 2 of the Kosmos Trilogy, Part V. (Auszug A) „Integral Methodological Pluralism“. Sobald die intersubjektive Dimension unten-links in selbst-reflexiven menschlichen Wesen zur Entfaltung kam, sind in der Folge ganze Arten von Untersuchungen entstanden, welche dabei helfen diese intrinsische Dimension des in-der-Welt-Seins zu inszenieren, zu enthüllen und zu erhellen. Führend unter diesen […]
Emergenz – Kausalität – Determinismus/Unbestimmtheit
aus: Eros, Kosmos, Logos, Krüger Verlag 1996 S. 71 AK-KenWilber – „Kurz Gefasst“ – print version Neue Holons emergieren aufgrund des Selbsttranszendierungsvermögens aller Holons. Zuerst subatomare Teilchen, dann Atome, dann Moleküle, dann Polymere, dann Zellen und so fort. Die emergierenden Holons sind in gewissem Sinne neuartig, da ihre Eigenschaften nicht strikt und nicht ganz aus […]
Austauschbeziehungen/Unterdrückung
(aus: Halbzeit der Evolution, Goldmann 1990, S. 196, 325) Jedes beliebige Austauschsystem – sei es materielle Arbeit, gefühlsmäßiger Verkehr oder begriffliche Kommunikation – kann eingeschränkt, unterdrückt, verdrängt und entstellt werden, und zwar von der gesellschaftlichen Umwelt, in der dieser Austausch an sich auf ideale und freie Weise stattfinden sollte. (Mit „frei“ meine ich hier „angemessen“ […]
