Das Geist/Körper Problem

(aus: Collected Works Vol. 6, shambhala 2000 p 451) Relativ unbemerkt von der philosophischen Öffentlichkeit hat sich Ken Wilber an ein „klassisches“ ungelöstes philosophisches Problem gewagt, und dieses in einigen wenigen Schritten – und unter Zuhilfenahme des Vier-Quadrantenmodells – gelöst. Es handelt sich dabei um das Problem der Beziehung von Geist und Körper zueinander. Wilber […]

Denken über das Denken

aus: Sociocultural Evolution, CW 4 S. 328 (geschrieben 1983) Ich glaube dass – auf der Grundlage der verfügbaren Forschungsergebnisse – die Aussage zulässig ist, dass das Denken, welches auf das Denken einwirkt [thougt-operating-on-thought] (oder wie immer man sich das vorstellen mag) eine quasi-universelle Tiefenstruktur ist, mit im wesentlichen gleichen Merkmalen, unabhängig davon ob sie in […]

Archetypen / J.G.Jung

(aus: Integrale Psychologie, Arbor Verlag 2001, S. 274) Archetypen / J. G. Jung Auf jeden Fall sind die meisten mythischen Archetypen – wie zum Beispiel von Jean Bolen in Goddesses in Everywoman und Gods in Everyman identifiziert – einfach konkrete operationale Rollen-Personae; sie sind präformal, nicht postformal. Es gibt nichts eigentlich Transpersonales an ihnen, weshalb, trotz […]

Theorie, Paradigma, Praxis, Ideologie

aus: Excerpt B, S.3 Eine Theorie ist eine Landkarte eines Territoriums, während ein Paradigma eine Praxis ist, welche das Territorium überhaupt erst hervorbringt. Das Paradigma bzw. die soziale Praxis selbst wird als eine „Veranschaulichung“ bzw. „Injunktion“ bezeichnet, und die Theorie wird halt Theorie genannt. Der Punkt ist der, dass Wissensrevolutionen im allgemeinen eine Verbindung von […]

Was ist ein „Wir“?

(aus: Exzerpt C Seite 85 ff) Was ist ein „Wir“? Du und ich unterhalten uns. Wir sind Freunde. Das bedeutet, dass wir bereits eine Art von kulturellem Hintergrund miteinander teilen (wie z.B. Netzwerke einer gemeinsamen Sprache). Mit anderen Worten, du und ich sind bereits in einer Art von phänomenologischem Raum der ersten Person plural, genauer […]

Kosmisches Karma und Kreativität

(aus: Excerpt A Seite 67) Jedes Holon hat mindestens vier Hauptdimensionen des in-der-Welt-Seins: subjektiv, objektiv, intersubjektiv und interobjektiv In der subjektiven Dimension (OL) umfasst des Wesen der von Augenblick zu Augenblick fließenden Existenz Wahrnehmung – bzw. das Erfühlen des vorhergehenden Augenblicks durch diesen Augenblick – das holarchische Transzendieren-und-Aufnehmen des vorangegangenen Augenblicks. Dies ist ein Beispiel […]

Geist – Form – Mathematik

Große Kette des Seins

(aus: Quantum Questions, Collected Works Vol. 4 S. 277, Shambhala 1999) Wir müssen nicht mit allem übereinstimmen, was [Sir James] Jeans gesagt hat, um darauf hinzuweisen, dass die Idee vom physikalischen Bereich als einer „Materialisierung des Gedankens“ eine große Unterstützung durch die „ewige Philosophie“(philosophia perennis) findet. Wie Huston Smith in „Forgotten Truths“ betont, vertritt die […]

Dimensionen/Zeit

aus: Ganzheitliche handeln, Fussnote 9 Was die „Dimensionen“ angeht, so hat dieses Wort zahlreiche Bedeutungen, und deshalb ist es schwierig, ohne längere Erklärungen (wie die nachfolgende) konsistent zu argumentieren. In der Physik gibt es nach allgemeiner Ansicht, vier Dimensionen in der Makrowelt: drei räumliche Dimensionen (Länge, Breite, Höhe) und die Dimension der Zeit ?also die […]

Der Apollo Komplex

Ken Wilber (aus: Collected Works Vol. 2, Shambhala 1999, S. 41) (Ein Hinweis: In diesem frühen Text macht Wilber noch nicht die Differenzierung in Zustände und Stufen, wie in späteren Werken). Das Wesen dieser höheren Komplexe, wie dem Apollo Komplex [die Schwierigkeit der Ent-Identifikation mentaler Ereignisse] und dem Vishnu Komplex [die Schwierigkeit der Ent-Identifikation visionärer […]

Strukturalismus

aus: Exzerpt D, www.shamhala.com, S. 147 Hinweis: Zusätzlich zu den bereits in Wilber IV eingeführten Unterscheidungen von innerlich/äußerlich und individuell/sozial (das Modell der vier Quadranten) führt Wilber in seiner Phase V ein weiteres Begriffspaar ein (welches er auch schon in einer Anmerkung von EKL – Anmerkung 25 zu Kapitel 4 – erwähnt), und zwar die […]