Verein Integrale Architektur und Lebensraumentwicklung: Betriebsbesichtigung der Firma Nägeli AG, Gais (Schweiz)

Bisher ist der integrale Ansatz in der (Landschafts-)Architektur, Stadt- und Regionalplanung noch wenig bekannt. Daher sieht es der VlAL als Kernaufgabe an, für eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung bei Bau- und Planungsvorhaben zu sensibilisieren: Er informiert und klärt auf, publiziert und bildet, er forscht, entwickelt und vernetzt.
Unter dem Dach der VIAL-Akademie gibt es für die Mitglieder vielfältige Angebote wie Seminare und Vorträge, Impulstage und Fortbildungen.

Hannes Nägeli und seine Holz-Leidenschaft

Naegeli Hannes

Hannes Nägeli hat 2005 ein Holz-Elementbausystem entwickelt, das unterdessen in Fachkreisen für gesundes und nachhaltiges Wohnen bekannt ist. Seine Massiv-Bauholzelemente sind frei von Leim und Metall. Dennoch erfüllen sie alle technischen Anforderungen, die das moderne Bauen heute verlangt. Und daraus entstand das Vollholz-Elementbausystem «Appenzellerholz». Wichtig ist Nägeli dabei, dass es «regionales Holz» ist – es stammt alles ausschliesslich aus Wäldern, die maximal 30 Kilometer von der Produktionshalle entfernt sind. Ein anderes Thema ist das «Mondholz». Das ist Holz, das bei abnehmendem Mond oder kurz vor dem Neumond gefällt wurde. Es hat ganz besondere Qualitäten hinsichtlich der Stabilität, Haltbarkeit, Feuerbeständigkeit, Härte und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge. Nach diesen Prinzipien sind auch viele asiatische Holztempel erbaut, die nachweislich nicht nur Jahrhunderte, sondern bald Jahrtausende alt sind. Zudem sagt man ihm nach, dass es einen gewissen Schutz gegen Funksmog gewährt. Dem Firmengründer und -Inhaber Hannes Nägeli liegen auch die Menschen sehr am Herzen – nicht nur die Natur. Schliesslich will er mit seinen Schöpfungen den Bauherrschaften ein angenehmes und gesundes Wohnen bescheren. Und in seinem Betrieb mit 80 «Naturfrauen und Naturburschen» herrscht ein harmonisches Miteinander ohne hierarchische Strukturen. In diesem Bewusstsein und der damit verbundenen Hingabe gelingt es ihnen, Wohlfühlräume aus Vollholz zu schaffen, die Ruhe und Kraft vermitteln… dass man das Gefühl hat, man lebe inmitten der Natur.

Hannes Nägeli wird uns persönlich durch seinen Betrieb führen, seine Philosophie er läutern und das Wissen um das Bauen eines «Appen zeller holz»-Hauses vermitteln.

Weitere Informationen: www.naegeli-holzbau.ch

Kunstmuseum Appenzell und Kunsthalle Ziegelhütte

Kunstmuseum Appenzell

Am Nachmittag besuchen wir das Kunstmuseum Appenzell in Appenzell. Das Kunstmuseum Appenzell (ehemals Museum Liner) gehört zu den Inkunabeln des Museumsbaus im 20. Jahrhundert. Es zeigt in Sonderausstellungen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie Ausstellungen zur eigenen Sammlung.
Das Kunstmuseum wurde von den renommierten Architekten Annette Gigon und Mike Guyer entworfen, die auch für den Neubau des Kirchner Museum Davos und die Erweiterungs bauten des Kunstmuseums Winterthur sowie der Sammlung Oskar Reinhart, am Römerholz, Winterthur, verantwortlich sind.

Wir werden eine kompetente Gebäude/Architektur- sowie zwei Kunstführungen geniessen können:

  1. Im Kunstmuseum besichtigen wir die Ausstellung «SELIM – mediterran». Die Kunst des Malers und Plastikers Selim Abdullah (*1950 in Bagdad), die grundsätzliche existentielle Fragen be-handelt, ist einerseits tief in der ästhetischen Tradition des Mittelmeerraums verwurzelt, andererseits ist sie von geradezu er-schreckender Aktualität. Diese Gegenwartsbezogenheit lässt in besonderem Masse deutlich werden, dass das Mittelmeer nicht am Alpengürtel endet, sondern eben eher ein «mare nostrum» ist – oder noch besser ein Mare Internum: ein Kultur- und Lebensraum, der verschiedenste Epochen, unterschiedliche Kulturen, ja eigentlich uns alle miteinander verbindet. Es ist ein Raum, in dem Utopisches erdacht und immer wieder Dystopisches realisiert wurde; eine See, in der zur Zeit das Mitgefühl ertrinkt – jenes Gefühl, das in den Arbeiten von Selim Abdullah – jenseits aller Ästhetik – immer gegenwärtig ist.
  2. In der Kunsthalle Ziegelhütte werden zurzeit Werke von Emma Kunz gezeigt: «Zahl, Rhythmus, Wandlung – Emma Kunz und Gegenwartkunst». Die Ausstellung würdigt erstmals das zeichnerische Werk der Schweizer Künstlerin und Radiästhesistin Emma Kunz (1892-1963) in der Kulturlandschaft Appenzellerland, in der sie seit 1951 bis zu ihrem Tod lebte und arbeitete. Gleichzeitig werden die faszinierenden energetischen Diagramme von Kunz, die ihre visuellen Arbeiten 1941 selbst als «für das 21. Jahrhundert bestimmt» bezeichnete, in Beziehung zur Gegenwartskunst gesetzt. Die teils multimedialen, immer interdisziplinären Arbeiten von 12 zeitgenössischen Schweizer und internationalen Künstler* innen bilden einen Resonanzraum, in dem die ganzheitliche Vision und Welt-konzeption von Emma Kunz mitschwingt.

Weitere Informationen: www.kunstmuseumappenzell.ch

Tages-Programm Samstag, 12. September 2020
  • 10:00 Uhr
    Eintreffen bei der Nägeli AG: Holz- und Innenausbau Gais,
    Zwislenstrasse 27, 9056 Gais
    Vortrag und Betriebsführung durch Hannes Nägeli www.naegeli-holzbau.ch
  • 12:00 Uhr
    Fahrt nach Appenzell
  • 12:15 Uhr
    Auf eigene Rechnung: Mittagessen im Romantik Hotel Säntis,
    Landsgemeindeplatz 3, 9050 Appenzell
    www.saentis-appenzell.ch 
    Austausch und Netzwerk pflegen
  • 15:00 Uhr
    Eintreffen im Kunstmuseum Appenzell,
    Unterrainstrasse 5, 9050 Appenzell
    Führungen im Kunstmuseum Appenzell sowie in der Kunsthalle Ziegelhütte www.kunstmuseumappenzell.ch
  • 16:30 Uhr
    Ende der Führungen, offizielle Verabschiedung
  • 16:35 – 17:00 Uhr
    Zeit für individuelle Besichtigungen

Veranstaltungs-Flyer: Einladung-Exkursion-Fa-Naegeli-AG.pdf 

Veranstaltungs-Details:

Datum Sa 12.09.2020 10:00
Ende Sa 12.09.2020 16:30
akt. Preis  33,49 €
Normalpreis EUR 33,49 / CHF 36,– für VIAL-Mitglieder
EUR 36,75 / CHF 39,50 für Nicht-Mitglieder
Ort Gais, Appenzell (Schweiz)
nicht mehr buchbar

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