Heidi: »Die Welt steht Kopf. Corona konnte nur zwischenzeitlich von den Wahlen in Amerika überlagert werden. Nun starten alle Mainstream Nachrichten mit den neuesten Zahlen der Corona Infizierten – oder wahlweise mit den Protestaktionen gegen die Politik der Regierung – aus deren Perspektive, natürlich. Wer nicht einverstanden ist mit den Verordnungen oder Gesetzesänderungen wird als “rechte Gefahr” der Öffentlichkeit verkauft und die Menschen werden kollektiv beschimpft und abgewertet als “Coronaleugner” oder besser “Covidioten”.

Wir hatten das schon einmal in unserer Geschichte, dass bestimmte Leute als minderwertig abgewertet wurden. Wenn das einzelne Menschen auf der Straße tun, dann kann man den Vergleich zu den damaligen Geschehnissen machen und sie einfach als “Nazis” bezeichnen. Heute tun das Vertreter unsrer gewählten demokratischen Parteien der sogenannten Mitte. Damit würden diese doch besser als “Nazis” bezeichnet werden, da sie sich in Nazismethode öffentlich äußern, und vielleicht nicht die offiziell mehr rechte Partei, deren Mitglieder und Sympatisanten als “Gefahr von rechts” und unverholen als “Nazis” bezeichnet werden, die es zu bekämpfen gilt mit 1 Milliarde Euros als Budget.. Verkehrte Welt – und keiner scheint diese Wiedersprüche so richtig zu bemerken.

Im Gespräch mit Wulf Mirko Weinreich – der einen ausführlichen Artikel über “Corona” geschrieben hat – wird deutlich, dass man die Aspekte der heutigen Ereignisse recht gut aus integraler Perspektive sehen und einordnen kann. Am einfachsten ist das wahrscheinlich mit den Quadranten, aber durchaus komplexer, wenn man die Bewusstseinsstufen untersucht. Es ist nicht so, dass nur die “grüne” Entwicklungsstufe Probleme hat mit den auferlegten Verordnungen und auch innerhalb von “orange” gibt es mehrere und sich oft deutlich unterscheidende Perspektiven. Das gilt auch für “blau”, wo Menschen gehorsam die Gesetze befolgen, aber andere auch hier bemerken, wenn gegen Gesetze verstoßen wird, von Seiten der Regierung, und dagegen angehen.

Wenn also bei der Demonstration in Berlin am 18.11.2020 bei spätherbstlichen Temperaturen Menschen, die ihre Ablehnung der Regierungspläne friedlich kundgeben,, von Wasserwerfern vertrieben werden wegen der Nichtbeachtung der Abstandsregelung und dann von Polizeiketten noch näher zusammengedrängt werden, dann fragt man sich doch, was ein solches Vorgehen rechtfertigt. Sind die zigtausende von Menschen auf der Straße wirklich alle “Nazis”, die es zu bekämpfen gilt? Und rechtfertigt das die Polizeigewalt? Wie kann es angehen, dass mehrere Polizisten um eine am Boden liegende Fraue herum knieen und sie dann an den Füßen über den Boden schleifen, wie einen lebloser Sack? Oder dass ein alter Mann auf Krücken von einem Polizisten nach hinten geschubst wird, umfällt und nicht mehr allein aufstehen kann, abgesehen von der Möglichkeit eines Oberschenkelhalsbruches? Selbst wenn das sogenannte “Nazis” wären, wie kann ein demokratischer Staat solche Vorgehensweisen gegen das eigene Volk rechtfertigen? Und wie kommt es, dass die meisten Menschen von diesen Vorgängen nicht unterrichtet werden, die offiziellen Medien diese Szenen auslassen und die Menschen auf den Kundgebungen als die “Bösen” darstellt, die angeblich gewaltbereit seien? Steht da nicht wieder alles auf dem Kopf?

Im Interview gehen wir auf die einzelnen Entwicklungsstufen und Quadranten ein. Das Wilbersche Modell gibt uns eine hervorragende Landkarte, die wir benutzen können, um aus dem Wirrwarr der Ereignisse und Eindrücke Sinn zu machen.

Es ist wichtig, “Quadrantenabsolutismus” zu vermeiden, sich kundig zu machen in all den verschiedenen Bereichen, um zu den eigenen Schlussfolgerungen zu kommen, denn das, was man sowohl auf den mainstream Medien, als auch bei den alternativen zu hören bekommt, ist nicht wahr oder falsch, sonder “true, but partial”, wie Ken Wilber so klar sagt. Jeder hat ein bisschen recht, mehr oder weniger, und es ist an uns, zu beurteilen, was Sinn macht und was nicht, um uns daraus unsere eigene Meinung bilden zu können, die jederzeit veränderbar ist, wenn neue Informationen dazu kommen und integriert werden.

Auf integraler Ebene zu handeln heißt eben nicht, sich auf eine Meinung festzulegen als sacrosanct, sondern unter Berücksichtigung von Informationen aus allen Quadranten diese immer wieder anzupassen. Der weiter Blickwinkel erlaubt es, Verständnis und Empathie aufzubringen für alle Beteiligten – was aber nicht bedeutet, dass man mit ihnen und ihrem Tun übereinstimmt. Wo NEIN gesagt werden muss, ist das auch begründet möglich, es geht nicht
darum. einfach nur dagegen zu sein zu dem, was von irgendwoher befohlen wird. Damit ist es schwierig, uns in ideologische Lager zu sperren, auch wenn das sicher von den früheren Memes versucht wird.

Zurückkommend auf Corona: Wir stimmten überein, dass diese Überreaktion auf den Virus – der so tödlich gar nicht ist, wie man befürchtet hatte – mit der Angst vor dem eigenen Tod zusammenhängt, der im normalen Leben geflissentlich ausgespart und verbannt wird und nun plötzlich als unvermeidbares Faktum im Leben zurück ins Bewusstsein gerückt ist. Jetzt wäre es an der Zeit, sich mit dem eigenen Leben und dem Tod auseinander zu setzen, anstatt zu hoffen, dass irgendein Impfstoff uns befreien würde vor dem Nachdenken darüber, dass wir sterblich sind und wie wir unser Leben am sinnvollsten leben können, im vollen Bewusstsein, dass es nicht ewig ist. “Das Leben ist nun einmal lebensgefährlich” sagte immer eine Freundin, die vor vielen Jahren mit Ende 50 an Krebs starb.«

Quelle: https://thewisdomfactory.net

 

 

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