Lieber Leserinnen und Leser der Integralen Perspektiven …

Logo Integrale PerspektivenKommunion ist das Gefühl, nach dem wir uns alle heimlich sehnen, ohne es benennen zu können; von intimer Beziehung, Bewusstsein, Lernen, Können ... und Staunen. Von Bewegung in edler gegenseitiger Intelligenz im Einklang und im Einvernehmen. Kommunion ist die einfache Tatsache der Natur und unsere Freiheit ist ihr vorsehender Ausdruck. Als direkte Erfahrung. Ich selbst nenne die Welt göttlich; Für jedes Lebewesen ist Kommunion jedoch gleichzeitig ein Sinn und eine Handlung. Ein Gefühl für die Ekstasen tiefer Gegenseitigkeit und gemeinsamer Entstehung. Ein Akt der Präsentation und Teilnahme, der über die gewöhnlichen Ordnungen von Zeit und Beziehung hinausgeht. Ein zeitloser Funke, der von Begeisterung und Absichtsbewusstsein erleuchtet wird. Die Kommunion ist eine Verkörperung unserer wahren Natur.     Darin Stevenson

In dieser Ausgabe beleuchten wir verschiedenste Perspektiven und Erfahrungsmomente von Transzendenz – Immanenz bis hin zur Emergenz.
Wo erfahren wir Einheit in Vielheit oder das Viele im Einen – und woran machen wir das fest?
Lesen Sie mögliche und unterschiedlichste Antworten und Perspektiven dazu von unseren Autoren/innen.

Und so beginnt - nach den Traditionen - das große kosmische Spiel, wenn GEIST - als Sport und Spiel – sich aus sich selbst herauswirft (lila, kenosis), um ein manifestes Universum zu erschaffen. Der GEIST „verliert" sich selbst, „vergisst" sich selbst, nimmt die Illusion der Vielheit an (maya) und beginnt das große Versteckspiel mit sich selbst. Der GEIST wirft sich zuerst nach außen und erschafft Seele, als eine herabgestiegene und verdünnte Reflektion des GEISTES; Seele steigt dann in den Geist herab, eine blassere Reflektion der leuchtenden Herrlichkeit des GEISTES; Geist steigt dann herab zu biologischem Leben, und das Leben steigt herab zu Materie, als der dichtesten, niedrigsten, am wenigsten bewussten Form des GEISTES. Wir können dies darstellen als: GEIST-als-GEIST steigt herab zu GEIST-als-Seele, welche wiederum herabsteigt zu GEIST-als-Geist, welcher herabsteigt zu GEIST-als-Körper, welcher herabsteigt zu GEIST-als-Materie. Diese Ebenen im Grossen Nest sind alle Formen des GEISTES, aber die Formen sind immer weniger bewusst, sind sich immer weniger ihrer Quelle und So-heit bewusst, sind immer weniger erwacht zu ihrem immer-anwesenden Grund, wenngleich sie dennoch alle nichts anderes sind als GEIST-im-Spiel.     Ken Wilber

Sandra Hauser schreibt in dieser Ausgabe über Jim Marions Buch: ”The Death of the mystic god – Der Tod des Mystischen Gottes, Kausales Bewusstsein- Christusbewusstsein, das Ziel evolutionärer Spiritualität”.

Ben Flegel arbeitet als Meditationslehrer und Autor. Im Jahr 2004 überlebte er den Tsunami in Südostasien und begann anschließend, Mystik und Literatur zu studieren. Im November 2019 erschien Metanoia, sein erster Roman, den wir unseren Lesern in dieser Ausgabe vorstellen.

Julyan Davey ist Schriftsteller und Aktivist, der auf die Kultur und Weltanschauung der Metamoderne hört, die entstehen will, um bei der Bewältigung der Krisen unserer Zivilisation zu helfen.

In seinem Artikel "Auf dem Weg zu einer metamodernen Spiritualität" schreibt er über die Meta-Krise.

Ein großer Teil der Metamoderne bewegt sich jenseits dieser Zwei-Welten-Mythologie. Warum? Weil es durch die Schaffung einer Bi-Polarität von Natur aus unsere momentane Erfahrung abwertet und den immanenten Bereich verunglimpft, in dem die meisten von uns leben müssen. Könnte diese Verunglimpfung des Immanenten zum Teil daran schuld sein, dass wir der natürlichen Welt gegenüber unvorsichtig eingestellt sind? Ich glaube schon. Wenn Dinge wie Bäume nur physische traumähnliche Manifestationen in einer immanenten Welt sind, die wir überwinden müssen, warum sollten wir uns dann um sie kümmern? Eine metamoderne Spiritualität wird beginnen, das Transzendente im Immanenten zu sehen. Es wird sich eher in eine tiefere und verkörperte Beziehung zur Welt verwandeln als aus ihr heraus. Anstatt Gott als fernen Menschen am Himmel zu sehen, werden wir beginnen, die göttliche Natur der Realität selbst zu erkennen, dass jeder Moment ein unergründliches Geschenk ist, das einfach weitergibt. Wir werden beginnen, die Natur unserer Erfahrungen als lebendig und heilig zu betrachten.     Julyan Davey

Teaser Konferenz Speaker Berlin

Wir freuen uns, an unserer Integralen Konferenz im Debatten-Format die Frage von Emergenz mit Vertretern der Metamoderne Daniel Görtz und Alexander Bard, mit Dennis Wittrock im Gespräch mit Ken Wilber und Jeremy Johnson (Gebser Society), Prof. Raoul Eshelmann (Performatismus) – und mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser zu vertiefen.

Helmut Dörrman schreibt über die integrale Weltsicht und die drei Gesichter Gottes und Wulf-Mirko Weinreich über psychedelische Erfahrungen im integralen Bewusstseinsmodell.

In einem unseren Podcasts spricht Heidi Hörnlein mit Helmut Dörrman über Integrale Weltsicht und die drei Gesichter Gottes, in einem weiteren Podcast spricht Tom Amarque mit Prof. Raoul Eshelmann über die Rückkehr des Glaubens nach der Postmoderne.

Von Sandra Hauser stellen wir Ihnen das Buch Drei Gesichter Gottes über integrales Christentum vor. Die Autorin hat evangelische und orthodoxe Theologie studiert, als Pfarrerin gearbeitet, bloggt über die Verbindung von integraler Theorie und Christentum und schreibt derzeit an einer Doktorarbeit zum Thema Die Rezeption integraler Theorie im Christentum.

Oliver Griebel ist Herausgeber der Anthologie Wir vielen in dieser einen Welt und Autor des Artikels „In der Einheit Du selbst werden”. Die Anthologie stellen wir Ihnen in zwei Auszügen von John Heron und Philip Clayton vor.

Grundlegend kann die Komplementarität von Involution und Evolution durch die Metaphern von Aufstieg und Abstieg ausgedrückt werden. Es gibt demnach einen Abstieg, die Involution, als die Einbettung des Einen in dem Keim der Vielen – und einen Aufstieg, die Evolution, als die ausdifferenzierende Entwicklung der Vielen im Einen. Das Eine ist eingefaltet, nicht aufgelöst, in den Vielen; die Vielen manifestieren das Eine nach und nach, ohne darin zu verschwinden. Die Metapher des Abstiegs, der Vorgang der Involution, wird weiter dargestellt durch die Metapher einer Hierarchie von oben nach unten. Von dem einen Bewusstsein als solchem gehen die formgebenden Bilder-Mächte aus, die Archetypen der Schöpfung, die eine Vielfalt von Energien und Räumen ausstrahlen. In ihnen sind die Unendlichkeiten nach innen: die Vielen, und in jedem von ihnen ist eine Entelechie, die Basis einer Hierarchie von unten nach oben. Diese Metapher der Hierarchie-nach-oben erweitert die Metapher des Aufstiegs. Die Entelechie, die aus der Unendlichkeit auftaucht, die in jedem der Vielen ist, ist ein göttlicher Keim, ein formgebendes Poten-zial. Dieses Potenzial entfaltet sich schrittweise in einer Hierarchie von unten, wobei alle höheren Ebenen in der untersten schon angelegt sind.     John Heron

Seine Vorstellungen zum emergent-we-space erläutert Thomas Steininger in seinem Essay in dem Buch Wir Vielen in dieser einen Welt. Im Podcast spricht er mit Tom Amarque über Emergenz, den Unterschied zwischen integralen und metamodernen Konferenzen, dem Telos von We-Space Praktiken, und top down Ansätze für Emergenz: Wo uns die Welt haben will!

Hinweis in eigener Sache

Jährlich im Frühjahr treffen sich die Aktiven Mitglieder des Integralen Forums an wechselnden Orten im deutschsprachigen Raum. Gastgeber sind Integrale Salons, Integral orientierte Gemeinschaften oder Kooperationspartner. Inhalt und Form entstehen aus dem, was jeweils gebraucht wird. Fördermitglieder, Partner und Gäste sind herzlich willkommen.

Save the Date: Mitgliedertreffen Wien 2020
In integraler Vielfalt zu gemeinsamer Wirksamkeit
Donnerstag, 30. April, 18.00 Uhr bis Sonntag, 3. Mai, 14.00 Uhr

Das Medienteam freut sich, unseren Leserinnen und Leser dort neuste Entwicklungen der Medienarbeit und unsere neuen Pläne für eine gedruckte Form der Integralen Perspektiven vorzustellen.

Mit herzlichen Grüssen

Ihre Cordula Frei und Ihr Martin Heil

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